Der Türkis, der Stein der ägyptischen Göttin Hathor

Der Türkis ist einer der ersten abgebauten Edelsteine. Eigentlich ist er ein Halbedelstein. Er wurde im alten Ägypten im Jahr 6.000 v. Chr. und in Persien im Jahr 5.000 v. Chr. abgebaut und seit dem in vielen verschiedenen Kulturen geschätzt und benutzt. Durch die ausgegrabenen Grabbeilagen ist bewiesen worden, dass er schon in der vordynastischen Zeit in Ägypten als Schmuckstein verwendet wurde, aber die berühmtesten Stücke stammen allerdings aus Tutanchamuns Grab. Besonders die Totenmaske des Pharaos ist großzügig mit Türkis verziert. Er war der Stein der Himmelsgöttin Hathor und war so begehrt, dass er als einer der ersten Edelsteine imitiert wurde. Türkis wurde von ägyptischen Goldschmieden für die Herstellung von Halsketten, Ringen und Pektoralen (Schutz für den Oberkörper), aber auch für Amulett-Schnitzereien (Skarabäus) benutzt. Die Pektoralen dienten in erster Linie magischen Zwecken und in dem Kontext haben sie sich als Schmuck der Könige, hohen Priester und sonstigen Angehörigen der wohlhabenden Schichten etabliert. Sie symbolisierten göttlichen Schutz oder königliche Herrschaft, sowohl für den lebenden Träger wie auch für den Verstorbenen.

Auch in anderen Kulturen wurde der Türkis sehr geschätzt. Die amerikanischen Ureinwohner haben ihn für die Verschönerung ihrer Schmuckstücke benutzt, zum Beispiel in Armreifen, Gürteln und Amuletten. Die Apachen sagten solchen Amuletten unterstützende Kräfte beim Bogenschießen nach.

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Die Azteken haben ihn zu kunstvollen Masken verarbeitet. Zum Schatz von Moctezuma II. (1466-1520) – neunter Herrscher der Azteken – gehört eine Schlangenschnitzerei, die mit einem Mosaik aus Türkisen besetzt war. Die Azteken gestalteten mit Türkis, aber auch Gold, Malachit, Jade, Korallen und Muscheln, abschreckende, wahrscheinlich rituelle, mit Mosaik verzierte Gegenstände wie Masken, Messer und Schilde.

Heute ist Türkis der Nationaledelstein des Irans.

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Name und Fundorte

Der heutige Name „Türkis“ ist eher eine Fehlbezeichnung: Als venezianische Händler den Edelstein nach Frankreich brachten, nannte man ihn „Türkischer Stein“ obwohl er nicht aus der Türkei sondern aus Persien stammte. Daraus ist dann „Türkis“ entstanden aber er trug diesen Namen nicht von Anfang an. Im Persischen wird er als „ferozah“ bezeichnet, was „siegreich“ bedeutet. Bis zum 13. Jahrhundert war in Europa der Name „callais“ („schöner Stein“) gebräuchlich.

Als einer der besten Türkisfundorte gilt das iranische Nishapar. Die anderen Abbaugebiete liegen in den US-Bundesstaaten Arizona und Nevada wie auch in China, Ägypten, Russland und Tibet.

Der Name „Türkis“ bezieht sich wie auf den Edelstein so auch auf die Farbe. Die Farbe reicht von tiefblau über grünlich-blau bis hin zu einem klaren hellblau, das an einen kristallklaren Bergsee erinnert. In der eisigen Tönung empfindet man diese Farbe als die kälteste aller Farben. Sie zeigt sich im Meeres- oder Gletschereis. Selten ist der Türkis in seiner reinen, blaugrünen Farbe zu finden. Viel häufiger sind Türkissteine mit kleinen Flecken oder spinnenwebenartigen Adern durchsetzt. Das sind die Adern der Matrix (Muttergestein), wobei es sich in der Regel um braunes Limonit oder schwarzes Manganoxid handelt. Sie können aber auch aus anderen Mineralien sein, wie zum Beispiel Pyrit.

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Wirkung des Türkis

Der Türkis besitzt eine starke Heilwirkung, tröstet die Seele und schenkt dem Körper Wohlbefinden. Er regt die Kommunikation mit der physischen und inneren Welt an, und sorgt für Einklang der beiden.

Auf spiritueller Ebene unterstützt uns der Stein dabei die Ursachen unserer Handlungen und die damit verbundene Auswirkungen zu erkennen. Dadurch macht er uns bewusst welchen Anteil wir an unserem Schicksal (unserem Leben) haben.

Auf seelischer Ebene steigert er die Intuition, hilft zu tieferer Meditation und beseitigt alte Schwüre, Hemmungen und Verbote und somit verhilft er der Seele zu neuem Selbstausdruck. Er lässt uns bewusst werden wie die Gestaltung unseres Lebens voranschreitet und von dem abhängt, was wir in jedem einzelnen Moment tun.

Dieser Stein besitzt eine reinigende Wirkung, beseitigt Elektrosmog, vertreibt die negativen Energien und schützt vor den Schadstoffen aus der Umwelt. Er vereint in sich den Himmel und die Erde und führt die weibliche und männliche Energie zusammen. Er beruhigt die Nerven und wirkt förderlich auf die Selbstentwicklung, hilft bei der kreativen Lösung von Problemen.

Auf der psychischen Ebene ist der Türkis ein wahrer Kraftspender. Er spendet innere Ruhe, fördert die kreative Ausdrucksfähigkeit, hilft gegen Autodestruktion und gleicht die Stimmungsschwankungen aus, bringt Antriebslosigkeit wieder in Balance und bei Müdigkeit und Erschöpfung wirkt der Türkis aufmunternd.

Auf physischer Ebene ist der Türkis äußerst wirkungsvoll bei Erschöpfungszuständen, Depression oder Panikattacken. Er stärkt die Meridiane und bringt das physische und psychische Immunsystem auf Trab, fördert die Geweberegeneration, lindert Virusinfektionen und hat eine heilende Wirkung auf den gesamten Körper.

Auf astrologischer Ebene ist der Türkis den Tierkreiszeichen Wassermann, Waage und Zwillinge zugeordnet.

 

Anwendung

Man kann ihn überall auf den Körper auflegen, besonders auf das Stirn- und Halschakra wie auch auf den Solarplexus. Der Türkis sollte nur wenige Wochen ununterbrochen getragen werden. Es ist besser ihn nur in bestimmten Situationen einzusetzen. Ein Elixier, gemacht aus Türkis, ist auch wirkungsvoll.

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Pflege  

Der Türkis ist äußerst empfindlich und darf nicht den Sonnenstrahlen, Seifen oder Laugen ausgesetzt werden. Er wird sonst porös und brüchig, deshalb sollte man Türkisringe unbedingt vor dem Händewaschen abnehmen. Grundsätzlich werden Türkise in Hämatit-Trommelsteinen entladen und in Bergkristallen aufgeladen.

 

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